Was kann man so kurz nach einem solchen Erlebnis schreiben? Naturgemäß fehlen einem da erstmal die Worte.
Es war unfassbar schön im schwedischen Fjäll. Die Natur ist wirklich ganz besonders. Durch die Lage größtenteils nördlich des Polarkreises verschieben sich die Grenzen im Vergleich zu Mitteleuropa ganz deutlich. Was bei uns mit 1000m m ü. NN ein gewöhnliches Mittelgebirge ist, ist im Fjäll bereits hochalpine Bergwelt. Mit allem, was dazu gehört.
Die Beschaffenheit der Landschaft ist dementsprechend unzugänglich, wild und rau. Aber wunderschön. Wir hoffen, dass unsere Bilder das in Ansätzen widerspiegeln können.
Trotz der umfangreichen, unterstützenden Maßnahmen der STF (Schwedische Touristenförderung) wie Brücken, Bohlenwegen und Berghütten, ist der Kungsleden nach wie vor ein Stück wilde Natur, insbesondere im südlichen Teil. Und damit auch, gerade klimatisch, nicht ganz Ohne.
Das merkt man dann auch bei den zurückgelegten Tageskilometern. Ist es beispielsweise in Deutschland, in den gut zugänglichen Mittelgebirgen, kein Problem einen Schnitt von 5km/h und mehr zu laufen, auch bei anspruchsvoller Topographie, kann man das im schwedischen Hochfjäll komplett vergessen.
Wir waren mit unseren durchschnittlichen Tagesetappen von 16km sehr zufrieden, und dabei sicher auch nicht außergewöhnlich langsam unterwegs. Nicht umsonst wurden uns von unseren Mithikern die Trailnamen „German Reindeer“ bzw, „German Train“ verliehen…
Was uns noch bleibt und wirklich am Herzen liegt, ist, uns bei unseren Weggefährten zu bedanken. Ihr habt den Kungsleden für uns zu einem ganz besonderem Erlebnis gemacht. Inmitten einer besonderen Welt, auf einem besonderen Weg, trifft man eben auch ganz besondere Menschen. Danke dafür.
Liz & Dave: Dafür, dass Ihr immer für uns da wart, mit Rat und Tat, Hilfe, guten Geschichten und einfach mit Eurer Anwesenheit. Ihr habt auch den letzten Ausschlag für unsere Entscheidung gegeben, den Kungsleden im zweiten Anlauf tatsächlich zu Ende zu bringen.
Stefan: Der Trip auf den Skierffe war etwas ganz Besonderes, und er war um so schöner, als wir dieses Erlebnis mit Dir teilen konnten. Das Du Deine Reisepläne geändert hast, um noch einen weiteren Tag mit uns zu wandern, hat uns ehrlich gefreut. Nur das Beste und alles Gute in Manchester! Und vielen Dank für Deine Fotos und die Erlaubnis, einige davon hier veröffentlichen zu können!
Wilfried & Sons: Danke für den Support hinsichtlich Tanja’s Verletzung, sowohl materiell (Bandage) als auch moralisch (gute Wünsche). Wir hoffen, ihr habt eine tolle Vater/Söhne Zeit gehabt!
Malena & Lars: Leider haben wir Euch dann auf dem Trail doch irgendwann aus den Augen verloren. Wir hoffen, Ihr habt Euch durchgebissen. Und, das wir mit unserem Food Support in Kaitumjaure ein kleines Bisschen dazu beitragen konnten 😉
Zum Schluß noch unsere 2018 Kungsleden Statistik:

